Rohölpreis Sinkt – News für Trading

Rohölpreis Sinkt – News für Trading

Für den Ölpreis ergab sich gestern im Laufe des Nachmittagshandels aufgrund von Gewinnmitnahmen ein freier Fall. Dabei kam der Preis des Rohstoffs bei der Widerstandsmarke von $71 zum Stillstand, nachdem dieser zuvor die Marke von $75 nicht überspringen konnte. Die für heute erwarteten Veröffentlichungen der US-Öllagerbestände sowie der Verkäufe von Hausneubauten spielen eine wichtige Rolle für die Investoren hinsichtlich ihrer heutigen Handelsstrategie.

Gemischte Ergebnisse für USD gegenüber Hauptwährungen

Gestern verzeichnete der USD gemischte Ergebnisse gegenüber seinen Hauptwährungskontrahenten. Zum EUR startete der US-Dollar den Börsengang bei deutlichen Verlusten, konnte sich jedoch im weiteren Tagesverlauf vollständig erholen. Eine ähnliche Entwicklung ergab sich auch gegenüber dem Yen.

Als Ursache für die Kurserholung gilt der überraschend positiv ausgefallene Bericht zum US-Verbrauchervertrauen des Conference Board. Der Bericht verdeutlichte, dass sich die Stimmung unter den US-Verbrauchern im August überraschend deutlich aufgehellt hat. Experten zufolge hatte der Arbeitsmarktbericht für Juli der Stimmungsaufhellung den Anstoß gegeben.
Laut Forschungsinstitut Conference Board stieg der Index des Verbrauchervertrauens auf 54,1 und markierte zum ersten Mal in drei Monaten eine Steigerung. Im Monat Juli ergab die Messung 47,4.
Die Verbraucher stehen im Monat August der kurzfristigen Konjunkturentwicklung und dem Arbeitsmarkt zuversichtlicher gegenüber als zuvor. Experten erklären, dass dies der US-Wirtschaft einen möglichen neuen Aufschwung verleihen könnte.

Heute stehen einige wichtige Indikatoren auf der US-Wirtschaftsagenda. Unter ihnen haben zwei Indizes das Potenzial, hohe Volatilität auf den Märkten auszulösen – der US-Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter für Juli um 14:30 Uhr sowie die US-Neubauverkäufe für Juli um 16:00 Uhr. Die Marktteilnehmer messen beiden Indizes große Bedeutung bei, da sie, insbesondere die Kernrate langlebiger Wirtschaftsgüter, als führende Produktionskennziffern gelten.
Der Umfang der Neubauverkäufe ist ein guter Indikator für die Nachfrage nach Immobilien und nimmt somit großen Einfluss auf den US-Dollar. Analysten prognostizieren Umsatzzahlen von 393.000 verkauften Einfamilienhäusern für Juli, was der US-amerikanischen Währung neuen Auftrieb bringen könnte.

Geschäftsklimaindex Deutschland auf der Agenda

Der EUR unterlag gestern hohen Kursschwankungen gegenüber den Hauptwährungen. Sowohl zum Dollar als auch zum Yen konnten gemischte Ergebnisse beobachtet werden, mit einem deutlichen Kursanstieg zu Beginn des Handelstages und einer rückläufigen Preiskorrektur im weiteren Tagesverlauf. Gegenüber dem Britischen Pfund setzte der EUR seinen zinsbullischen Trend der letzten Tage jedoch fort.

Insgesamt nahmen positive Ergebnisse der Konjunkturdaten aus der Eurozone ihren Einfluss auf den EUR. Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland beispielsweise legte im Vergleich zum Vorquartal im 2. Quartal inflationsbereinigt um 0,3% zu. Die detaillierten Ergebnisse zur Entwicklung des BIP verdeutlichten einen ersten Anstieg in den letzten 5 Monaten.
Sowohl Deutschland als auch Frankreich, die beiden größten Industrieländer der Eurozone, geben bereits seit geraumer Zeit überwiegend positive Konjunkturdaten aus. Zuvor hatte sich auch das belgische Geschäftsklima im August unerwartet deutlich verbessert. Der Index erhöhte sich um 4,6 Punkte auf minus 18,2. Volkswirte hatten für August einen leichteren Anstieg auf minus 19,7 prognostiziert. Dies war ein weiterer Index, der den EUR im gestrigen Handel stützte.

Heute werden zwei primäre Veröffentlichungen aus der deutschen Wirtschaft erwartet: Die Importpreise für Juli sowie der Geschäftsklimaindex für den Monat August. Der vom ifo – Institut für Wirtschaftsforschung veröffentlichte Geschäftsklimaindex hat in der Regel große Auswirkungen auf den EUR.
Er gilt als viel beachteter Frühindikator für die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland, der schnell auf Marktkonditionen reagiert. Ein positives Ergebnis kann hier die Hoffnung auf eine schnellstmögliche Erholung der Wirtschaft stützen und gleichzeitig den EUR-Kurs stärken.

JPY erholt sich gegenüber Hauptwährungen

Gestern ergab sich für den JPY ein Handelstag bei gemischten Ergebnissen. Gegenüber EUR und Dollar startete der Yen bei Abwärtstendenzen. Im weiteren Handelsverlauf erholte sich der JPY jedoch und kletterte bis auf vorherige Marken. Gegenüber dem Britischen Pfund setzte der JPY seinen Aufwärtstrend fort. GBP/JPY wird aktuell um die Marke von 153,40 gehandelt.

Japans Yen verzeichnete Kursgewinne angesichts der Sorge der Marktteilnehmer um eine Verzögerung der globalen Wirtschaftserholung. Anleger sahen den Yen erneut als „Zufluchtswährung“. Einige Analysten bleiben in Bezug auf ein Rezessionsende nach wie vor skeptisch. Nach einer kurzen Phase des Wachstums könnten die Industrienationen wieder in die Rezession abrutschen. Dies steigert aktuell die Risikoaversion und den Kauf von Yen-Anlagen.

Der gestern veröffentlichte Bericht zur Handelsbilanz Japans verdeutlichte einen Anstieg des Überschuss im Juli, was eine Zunahme zum zweiten Monat in Folge bedeutet. Japans Wirtschaft stützt sich im großen Maße auf ihre Exportaktivität. Dementsprechend könnte dieses Ergebnis den Erholungstrend des Yen zum Erliegen bringen.

Heute bleibt Japan dem Wirtschaftskalender fern. Händler sollten Fundamentaldaten aus den USA und der Eurozone aufmerksam verfolgen, da diese den Ton am heutigen Handelstag angeben werden.

Ölpreis fällt auf $71 pro Barrel

Der Ölpreis rutschte gestern um nahezu $3 ab und erreichte mit einem ersten Kursabfall in 6 Tagen ein Rekordtief dieser Woche.

Dabei fiel der Preis von $75 auf $71,20 pro Barrel. Ursache hierfür sind unter anderem Anzeichen dafür, dass die staatlich gelenkte Kreditvergabe in China rückläufig und somit auch die Energienachfrage in der wachstumsstärksten Nation mit dem höchsten Energieverbrauch deutlich gedämpft ist. Auch die jüngste USD-Erholung drückt den Ölpreis nach unten. Da Rohöl in USD bepreist wird, fällt der Preis des Rohstoffs in der Regel angesichts eines starken Dollar-Kurses. Der gestern überraschend positiv ausgefallene Bericht zum US-Verbrauchervertrauen des Conference Board verlieh dem US-Dollar unverzüglich neuen Aufschwung. Dies wirkte sich letzten Endes nachteilig auf den Ölpreis aus.

Um 16:30 Uhr werden heute die US-Rohöllagerbestände der Woche ausgegeben. Im diesem Bericht werden unter anderem die aktuellen Lagerbestände für Rohöl und Benzin sowie die Veränderungen der Lagerbestände im Verhältnis zu den Markterwartungen dargestellt. Die Ergebnisse dieses Berichts nehmen in der Regel großen Einfluss auf den Öl-Kurs. Anleger sollten dem Resultat besondere Aufmerksamkeit schenken.

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